Tegel und Schönefeld

Flughäfen bereiten sich auf Spontan-Streik vor

NIcht nur für den Probebetrieb am neuen Hauptstadtflughafen, sondern auch für Berliner Fluggäste könnte es eine böse Überraschung geben. Denn noch verrät die Gewerkschaft Ver.di nicht, wann es den kurzfristigen Warnstreik beim Bodenpersonal gibt. Der Flughafen will Störungen mit zusätzlichen Servicekräften abfedern.

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Die Berliner Flughäfen in Tegel und Schönefeld bereiten sich auf den angekündigten spontanen Warnstreik beim Bodenpersonal vor. Wann es zu den Arbeitsniederlegungen kommt, sagte die Gewerkschaft Ver.di auch am Mittwoch nicht. Die Organisation will den Warnstreik beim Flughafendienstleister Globeground, der für die Passagier- und Gepäckabfertigung zuständig ist, erst unmittelbar zuvor bekanntgeben. Eine Einschätzung, wie viele Flüge ausfallen könnten, gab es am Mittwoch nicht.

Globeground Berlin kündigte an, die Störungen für Passagiere und die Fluggesellschaften so gering wie möglich halten zu wollen. Das Unternehmen bereite sich mit Personalverstärkungen und Ersatzeinsatzplänen entsprechend vor.

"Dennoch können wir – gerade wenn die Streiks sehr kurzfristig angekündigt werden – eventuelle Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr aufgrund von Warnstreiks nicht ausschließen“, berichtete Globeground.

Zusätzliche Service-Mitarbeiter werden in Tegel und Schönefeld im Einsatz sein, um Fluggäste zu betreuen. Aber vor allem in Tegel sei es schwieriger, „Störungen abzufedern, da der Flughafen auch im Normalbetrieb an den Kapazitätsgrenzen agiert“, teilte Globeground mit.

Unklar ist, ob ein Ausstand beim Bodenpersonal auch den Probebetrieb für den neuen Hauptstadtflughafen , der im Juni eröffnet werden soll, beeinträchtigen könnte. „Wir erwarten, dass sich die Tarifparteien rechtzeitig einigen, damit es keine Auswirkungen auf den Probetrieb geben wird“, sagte der Sprecher der Berliner Flughäfen, Leif Erichsen.

Hintergrund des Konflikts sind festgefahrene Tarifverhandlungen für die 1500 Beschäftigten des Flughafen-Dienstleisters. Das Unternehmen Globeground hatte Ver.di aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Ver.di fordert für die Globeground-Beschäftigten 4 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Sie verdienen laut Gewerkschaft zwischen 1449 und 2300 Euro brutto im Monat. Das lehnte Globeground ab. Mit einem kurzfristigen Warnstreik will es die Gewerkschaft Ver,di dem Arbeitgeber schwerer machen, Ersatzpersonal zu beschaffen.