Tarifkonflikt

Streik beeinträchtigt auch Berliner Flugverkehr

Am Frankfurter Flughafen wird wieder gestreikt. Und das hat auch Einfluss auf den Flugverkehr in Berlin. Reisende müssen mit Ausfällen und Verspätungen rechnen.

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Der Streik am Frankfurter Flughafen sorgt auch in Berlin-Tegel für Flugausfälle und Verspätungen. Nach Angaben der Flughafeninformation wurden am Montagmorgen bereits neun Flüge von und nach Frankfurt gestrichen. Außerdem könne es zu Verzögerungen kommen.

Am Frankfurter Flughafen hielten sich die Auswirkungen des Streiks in Grenzen. Am Montag soll etwa jeder neunte Flug ausfallen. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurden insgesamt 148 von 1286 Verbindungen wegen des Arbeitskampfes gestrichen. „Ansonsten erwarten wir einen geregelten Flugablauf“, sagte ein Sprecher am Montagmorgen. Die Vorfeld-Mitarbeiter hatten am Sonntagabend erneut die Arbeit niedergelegt; zehn Flüge waren noch am Abend gestrichen worden.

Nach dem Scheitern der Tarifgespräche für die etwa 200 Mitarbeiter hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) erneut zum Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf soll zunächst bis Donnerstag 5 Uhr andauern. Am Sonntagabend gab es kaum Auswirkungen: Wegen des Nachtflugverbots durften zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ohnehin keine Maschinen starten oder landen.

Am Montag waren an Deutschlands größtem Flughafen innerdeutsche und europäische Ziele von Kurzstreckenflügen betroffen. Wer nicht auf andere Flüge umgebucht werden kann, soll mit der Deutschen Bahn ans Ziel gebracht werden, hieß es. Die Lufthansa hatte für Montag angekündigt, etwa 70 Verbindungen – jeweils Hin- und Rückflug - zu streichen. Etwa 80 Prozent des Flugplanes sollten aber wie geplant abgewickelt werden, darunter auch die Interkontinentalverbindungen.

Die Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten hatten zuvor bereits an fünf Tagen die Arbeit niedergelegt, mehr als 1200 Starts und Landungen fielen aus. Am Donnerstag waren Fraport und die GdF dann an den Verhandlungstisch zurückgekehrt, aber die Tarifgespräche waren bereits am Freitagabend geplatzt.

Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten. Fraport hatte den erneuten Streikaufruf als „völlig überzogen und nicht nachvollziehbar“ bezeichnet. Der Bundesvorstand der GdF will sich am Montag zu einer Sondersitzung treffen. Dabei soll auch beraten werden, ob das Vorgehen möglicherweise härter werden soll.

Der Flughafenbetreiber Fraport rät Fluggästen, sich bei ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft zu informieren. Bei Rückfragen ist das Fraport Communication Center unter +49 1805 3724636 zu erreichen.

Eine Liste der gestrichenen Flüge findet sich hier.