Pleite

Ungarische Staats-Airline Malev stellt Betrieb ein

Alle Flugzeuge der ungarischen Airline Malev bleiben am Boden. Das angeschlagene Staatsunternehmen steht bereits unter Gläubigerschutz.

Foto: REUTERS

Die ungarische Fluggesellschaft Malev hat ihren Betrieb eingestellt. Dies gab Malev-Generaldirektor Lorant Limburger auf der Webseite des staatlichen Unternehmens bekannt.

„In diesem Sinne steigen seit dem 3. Februar, 6.00 Uhr, nach 66-jährigem fortwährenden Betrieb, keine Malev-Flugzeuge mehr auf“, hieß es in der Stellungnahme. Erst am Montag hatte die Regierung Konkursschutz über die Malev verhängt. Meldungen über den nahenden Konkurs hätten infolgedessen die Liquiditätsschwierigkeiten der Malev verschärft, schrieb Limburger.

Lieferanten hätten „von einem Tag auf den anderen“ auf Voraus-Inkasso bestanden. Die Lage der Fluggesellschaft sei dadurch „unhaltbar“ geworden. Die Direktion des Unternehmers habe deshalb entschieden, den Betrieb einzustellen.

Die Fluggesellschaft hatte seit Jahren mit Finanzierungsschwierigkeiten gekämpft. Anfang des Jahres hatte die EU-Kommission entschieden, dass der ungarische Staat mehrere Millionen Euro zurückzahlen muss , die er von 2007 bis 2010 zur Unterstützung der Malev aufgewendet hatte. Seit dem Brüsseler Entscheid stellte die Regierung jegliche Hilfe an die Malev ein.

Die Malev-Pleite ist schon der zweite Betriebsstopp einer Airline in diesem Jahr: Ende Januar hatte auch die spanische Fluggesellschaft Spanair den Betrieb eingestellt.