Umsatzrückgang

Handel mit unerwartet schlechtem Weihnachtsgeschäft

Das überraschend schwache Weihnachtsgeschäft hat die Einzelhändler Umsatz gekostet. Im neuen Jahr hoffen sie auf die deutsche Kauflaune.

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Die deutschen Einzelhändler haben im Dezember unerwartet weniger eingenommen. Sie hatten 1,7 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt (real) belief sich das Minus auf 1,4 Prozent.

Von Reuters befragte Analysten hatten hier einen Anstieg von 0,9 Prozent erwartet, nachdem es im November einen Rückgang in einem ähnlichen Umfang gegeben hatte. Im Vergleich zum Dezember 2010 legte der Umsatz nominal um 0,5 Prozent zu und nahm real um 0,9 Prozent ab.

Preisbereinigt gingen die Umsätze in allen Sparten im Jahresvergleich zurück. Einzige Ausnahme war der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf, wo ein Plus von 3,6 Prozent verbucht wurde. Kaufhäuser und der Internethandel dagegen mussten einen Rückgang von rund zweieinhalb Prozent verkraften. Im Gesamtjahr nahm der Einzelhandel nominal 2,6 Prozent mehr ein. In einer ersten Schätzung hatte das Statistische Bundesamt bereits ein Plus von 2,7 bis 2,9 Prozent veranschlagt.

Trotz des schwachen Weihnachtsgeschäfts kann die Branche zuversichtlich ins neue Jahr starten: Das Konsumklima in Deutschland ist trotz Schuldenkrise und Konjunkturflaute derzeit so gut wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Das GfK-Barometer für Februar kletterte um 0,2 auf 5,9 Punkte, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilte.