Ratingagentur S&P

Herabstufung der Euro-Zone steht kurz bevor

Die Ratingagentur S&P macht offenbar Ernst: Noch heute will sie die Bonität der Euro-Länder herabstufen, die auf ihrer Watchlist standen.

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Mehrere Länder der Euro-Zone stehen nach Angaben aus einer Euro-Regierung unmittelbar vor einer Herabstufung ihrer Bonitätsnote durch die amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P).

In Regierungskreisen hieß es, die Rating-Herabstufung durch S&P sei noch am Freitag zu erwarten. Welche Länder betroffen sein würden, war zunächst unklar.

Nach Informationen von Morgenpost Online könnte die Herabstufung Deutschland und die Niederlande nicht treffen, dafür aber Frankreich. S&P hatte am 6. Dezember den Ausblick für das Rating von 15 Euro-Ländern auf „negativ“ gesetzt und damit eine Herabstufung binnen drei Monaten vorbereitet.

Die systemischen Belastungen der Euro-Staaten hätten in den vergangenen Wochen ein Ausmaß erreicht, das erheblichen Druck auf die Bonität der Euro-Zone als Ganze ausübe, hatte Standard & Poor’s damals erklärt.

Die einzigen Euro-Staaten, die nicht unter Beobachtung gestellt wurden, sind Zypern und Griechenland. Die Kreditwürdigkeit Zyperns wird bereits überprüft und die Bonität Griechenlands ist die schlechteste aller Staaten der Welt.