US-Konjunktur

Größte Volkswirtschaft der Welt fasst wieder Tritt

Die Kauflaune der Verbraucher hat der US-Wirtschaft neuen Schwung gegeben. Die hohe Arbeitslosigkeit macht der Notenbank aber Sorgen.

Die US-Wirtschaft hat unterstützt von starken Einzelhandelsumsätzen zu Weihnachten zum Jahresende ihre Erholung fortgesetzt. Gebremst wurde das Wachstum aber von der anhaltenden Schwäche des Immobiliensektors, heißt es in dem aktuellen Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank .

Die Inflation blieb unterdessen gedämpft, was der Zentralbank den nötigen Spielraum für weitere geldpolitische Stützungsmaßnahmen geben würde. Die Industrie schlug indes eine langsamere Gangart ein. In sieben der insgesamt zwölf Distrikte der Federal Reserve wurde das Wachstum der Wirtschaft als "bescheiden" beschrieben, in Dallas und San Francisco wurde ein "moderates Wachstum" beobachtet. In New York und Chicago zog das Wachstum an, während es in Richmond zu einer "nachlassenden" Dynamik kam.

Der Bericht, der von der Federal Reserve Bank von San Francisco erstellt wurde, basiert auf Umfragen in allen zwölf Fed-Distrikten. Die Ergebnisse dienen der Vorbereitung auf die nächste Zinsentscheidung am 24. und 25. Januar.

Bei dieser Sitzung werden die Währungshüter erstmals ihre Zinsprognosen veröffentlichen . Nach Einschätzung von Beobachtern dürften die Projektionen zeigen, dass die Zinsen bis Mitte 2013 nahe Null bleiben. Um den Unternehmen Planungssicherheit zu verschaffen, hat die Notenbank versprochen, den Leitzins bis dahin auf einem äußerst niedrigen Niveau zu belassen.

Im Zuge der größten Wirtschaftskrise seit sieben Jahrzehnten hatte die Fed ihren Leitzins auf das Rekordtief nahe Null gesenkt. Nachdem die schlimmste Phase der Krise nun überwunden ist, scheint die größte Volkswirtschaft der Welt wieder etwas Tritt zu fassen. Allerdings hat die Wachstumsdynamik bislang nicht ausgereicht, um die Arbeitslosigkeit auf ein erträgliches Niveau zu senken.

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