Lohngefälle

Knapp drei Millionen trotz Job von Armut bedroht

Obwohl sie regelmäßig arbeiten, müssen rund drei Millionen Menschen in Deutschland fürchten, in die Armut abzurutschen.

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Knapp drei Millionen erwerbstätige Menschen in Deutschland müssen fürchten, trotz einer regelmäßigen Arbeit in die Armut abzurutschen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie der Bundestag mitteilte.

Danach ist die Zahl der armutsgefährdeten Berufstätigen seit fünf Jahren etwa gleich hoch und liegt zwischen 2,7 und 2,9 Millionen. Das entspricht einer Quote von 7,1 bis 7,5 Prozent der Berufstätigen.

In Deutschland gelten insgesamt rund zwölf Millionen Menschen oder 14,5 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Der Wert richtet sich nach einer in der Europäischen Union gebräuchlichen Definition, wonach armutsgefährdet ist, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt. Das entspricht 929 Euro im Monat bei einem Alleinstehenden .

Die Armutsquote bei den Geringverdienern entspricht der Tendenz, dass sich die Armut in Deutschland trotz der starken Konjunktur der beiden vergangenen Jahre verhärtet. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit und moderaten Lohnsteigerungen haben die unteren Gruppen nicht profitiert.