IWF-Hilfen

Bundesbank pocht auf Briten-Beitrag für den Euro

Die Euro-Länder haben sich auf einen Beitrag von 150 Milliarden an den IWF geeinigt. Damit soll die Euro-Zone gestützt werden. Auch die Briten sollen helfen.

Die Bundesbank pocht auf Hilfen Großbritanniens bei der Bekämpfung der Euro-Krise. Das Land sollte sich an den Zahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bekämpfung der Schuldenkrise beteiligen, erklärte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret, wie der „Spiegel“ berichtet.

„Eine Unterstützung durch die USA ist in diesem Rahmen wünschenswert, aber keine Bedingung für eine Beteiligung der Bundesbank“, sagte er dem Magazin mit Blick auf die deutschen IWF-Mittel. Allerdings wäre es ohne amerikanische Beteiligung umso wichtiger, „dass andere gewichtige IWF-Mitglieder ihren Beitrag leisten. Dazu zählt sicher auch Großbritannien“. Das Land müsse sich seiner Bedeutung in der EU bewusst sein.

Bereits vor Weihnachten hatte die Bundesregierung erklärt, sie setze auf eine Beteiligung Großbritanniens an der angestrebten Stärkung des IWF. Großbritannien hat sich anders als die Euro-Länder und weitere Nicht-Euro-Staaten nicht auf neue bilaterale Kredite an den IWF festlegen wollen, mit denen der Währungsfonds auch angeschlagenen Euro-Staaten unter die Arme greifen soll.

Die Euro-Staaten haben 150 Milliarden Euro zugesagt, von denen Deutschland rund 45 Milliarden Euro übernehmen will. Bundesregierung und Bundesbank haben eine gemeinsame Zuständigkeit für IWF-Fragen. Dombret bekräftigte, dass die Bundesbank ein Votum des Bundestages für eine zusätzliche Kreditlinie an den IWF wünsche. Der Haushaltsausschuss des Parlaments hatte ein solches Votum Mitte Dezember verweigert.