Energieversorgung

Industrie beklagt häufigere Stromaussetzer

Für die meisten Bürger macht sich die Energiewende kaum bemerkbar. Doch erste Produktionsfirmen klagen über kurzzeitige Unterbrechungen.

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Kurzfristige Unterbrechungen der Stromversorgung – auch von weniger als einer Sekunde – bringen die Industrie nach Aussagen eines Interessenverbandes zunehmend in Bredouille. Die Energiewende habe hier zu „bedenklichen Qualitätsverlusten“ geführt, zitiert das „Handelsblatt“ den Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK).

Dessen Mitgliedsunternehmen sind laut der Zeitung für 80 Prozent des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland verantwortlich. Komplexe Produktionsprozesse könnten rasch durcheinandergeraten – lange bevor sich ein Stromausfall für die Allgemeinheit bemerkbar mache. Der deutsche Zweig des norwegischen Konzerns Norsk Hydro – einer der größten Aluminiumhersteller weltweit – protestiert nun bei der Bundesnetzagentur, wie das „Handelsblatt“ weiter berichtet.

Man sei mit einer „beunruhigenden Häufung von Netz- und Frequenzschwankungen“ konfrontiert , wie es sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben habe, heißt es demnach in einem Schreiben an die Bonner Behörde. In den vergangenen Monaten sei es deshalb zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion gekommen. Die Herstellung von Aluminium gilt als extrem stromintensiv.