Energieagentur

Strompreise sollen um 20 Prozent steigen

Nach Einschätzung der halbstaatlichen Energieagentur Dena steigen die Strompreise bis 2020 um zwanzig Prozent. Dagegen helfe nur Sparen.

Foto: picture-alliance/ ZB / picture-alliance/ ZB/dpa

Aufgrund der Energiewende werden die Strompreise in Deutschland nach Einschätzung der Deutschen Energieagentur Dena bis 2020 um rund 20 Prozent steigen. Die für den Jahreswechsel angekündigten Preiserhöhungen vieler Stromanbieter seien ein Zeichen für einen langfristigen Trend, erklärte die Agentur in Berlin. Nötig seien daher Programme für eine bessere Energieeffizienz.

Die Verbraucher in privaten Haushalten, Gewerbe, Industrie, aber auch die öffentliche Hand müssten beim Stromsparen unterstützt werden. So könne zum Beispiel in einem durchschnittlichen Haushalt der Stromverbrauch um bis zu 25 Prozent gesenkt werden. Auch für Gewerbe- und Industriebetriebe forderte die Dena verstärkt Effizienzprogramme, da in diesen Bereichen mehr als 50 Prozent des Stroms in Deutschland verbraucht werden.

Laut der Energieagentur werden die Kosten für die Herstellung von Strom weiter steigen, wenn im Zuge der Energiewende erneuerbare und effiziente fossile Kraftwerke sowie Stromnetze und Speicher massiv ausgebaut werden. Das werde sich auch auf die Strompreise auswirken.

Nur durch konsequente Energieeinsparungen sei die Energiewende überhaupt zu schaffen, erklärte Stephan Kohler, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. Sinnvoll seien zum Beispiel Energieberatungen, Förderprogramme und Mikrokredite für den Kauf von energieeffizienten Geräten insbesondere für einkommensschwache Haushalte.

Der Austausch herkömmlicher Glühlampen gegen energieeffiziente Leuchtmittel wie LED oder Energiesparlampen bringt demnach bereits eine Einsparung von bis zu 80 Prozent. Auch bei energieeffizienten Kühl- und Gefrierschränken sind Einsparungen von 45 bis 60 Prozent drin. Moderne Wäschetrockner sparen bis zu 60 Prozent Strom, Geschirrspüler über 40 Prozent, Waschmaschinen über 30 Prozent.