Leo-Kirch-Pleite

Breuer-Betrugsprozess gegen Geldauflage eingestellt

Ex-Deutsche-Bank-Chef Breuer gilt als unschuldig: Nach Zahlung einer sechsstelligen Geldsumme wird der Betrugsvorwurf gegen ihn nicht weiter verfolgt.

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Der Strafprozess gegen den ehemaligen Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer wird gegen gegen die Zahlung von 350.000 Euro eingestellt. Dies teilten Staatsanwaltschaft und Verteidigung vor dem Landgericht München I mit. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Richter Anton Winkler hatte die Einstellung am vergangenen Mittwoch angeregt. Er reagierte damit auf eine Reihe von Zeugenaussagen, die zumindest Zweifel an der Auffassung der Staatsanwaltschaft schürten, Breuer habe in einem Zivilprozess gelogen.

Konkret geht es um eines der vielen Zivilverfahren, die der im Sommer verstorbene Medienunternehmer Leo Kirch nach der Pleite seines Konzerns gegen Breuer und die Deutsche Bank anstrengte. Breuer hatte damals ausgesagt, er habe Informationen über Kirchs finanzielle Lage lediglich den Medien entnommen. Das hält die Staatsanwaltschaft für unwahr.

Ein Strafprozess kann mit Zustimmung aller Beteiligten gegen Auflagen eingestellt werden. Dies ist im Paragrafen 153a der Strafprozessordnung geregelt. Der Angeklagte gilt dann als unschuldig.