Schuldenkrise

Russland will Euro-Zone mit zehn Milliarden helfen

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Die Euro-Zone soll mit IWF-Krediten gestützt werden. Russland will dazu mindestens zehn Milliarden Dollar beisteuern.

Russland will der Euro-Zone im Kampf gegen die Schuldenkrise über den Internationalen Währungsfonds mindestens zehn Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. „Wir sind bereit, unseren Anteil über den IWF zu erfüllen“, sagte ein Berater von Präsident Dmitri Medwedjew in Brüssel vor Beginn des EU-Russland-Gipfels.

„Zehn Milliarden Dollar sind der Mindestbeitrag.“ Bereits im Oktober hatte sich der oberste Wirtschaftsberater der Regierung in Moskau grundsätzlich offen für Hilfen über den IWF gezeigt.

Die EU-Länder hatten auf ihrem jüngsten Gipfel vereinbart, binnen zehn Tagen zu klären, ob ihre Notenbanken dem IWF zusätzlich 200 Milliarden Euro in Form bilateraler Darlehen zur Verfügung stellen können. Das Geld soll über diesen Umweg zurück nach Europa fließen. Der IWF ist an den bisherigen Hilfen für Portugal, Irland und Griechenland zu einem Drittel beteiligt.

Gemeinsam mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wird Medwedjew unter anderem gemeinsame Schritte vereinbaren, die später zu visafreiem Reisen führen sollen. Die Einführung biometrischer Reisepässe und fälschungssicherer Dokumente wird von der EU zur Vorbedingung für einen Verzicht auf Einreisevisa gemacht.

Beide Seiten wollen auch die Aufnahme Russlands in die Welthandelsorganisation WTO begrüßen. Die EU ist der wichtigste Markt für Russland, Russland ist der drittgrößte Handelspartner der EU.