Konjunktur

Chinas Industrie schrumpft auch im Dezember

Die zweitgrößte Volkswirtschaft ist für viele die letzte Hoffnung für die Weltkonjunktur. Doch auch in China kommt das Wachstum an seine Grenzen.

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Der weltweite Konjunkturabschwung und der Rückzug des Dollar auf den US-Heimatmarkt macht auch vor China nicht halt. Die chinesische Industrie kühlt sich weiter ab. Im Dezember stieg der chinesische Einkaufsmanagerindex PMI der britischen Großbank HSBC nach Angaben vom Donnerstag zwar auf 49 Zähler von 47,7 im November.

Er blieb aber unter der Marke von 50 Punkten, ab der erst Wachstum signalisiert wird. Vor allem im Inland gingen die Aufträge deutlich zurück. Der entsprechende Teil-Index sank den zweiten Monat in Folge und gab auf 47,4 Punkte nach.

Auch die Auslandsnachfrage ließ nach: Das Wachstum der Exportaufträge verlangsamte sich, der Teil-Index lag nur noch knapp über 50 Punkten. Nach offiziellen Angaben lag das Wachstum in Industrie und bei Exportunternehmen in China im November auf dem schwächsten Stand seit mindestens zwei Jahren.

Auch die ausländischen Direktinvestitionen gingen erstmals seit 2009 zurück. Wie das Handelsministerium in Peking mitteilte, flossen im November insgesamt 8,8 Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro) ins Land und damit 9,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Aus den USA seien die Investitionen in Fabriken und andere nichtfinanzielle Anlagen sogar um 23 Prozent zurückgegangen und hätten sich im November auf 2,74 Milliarden Dollar (2,11 Milliarden Euro) belaufen.