Weltwirtschaft

China warnt vor "düsteren Aussichten"

Die Weltkonjunktur lahmt und Peking will seinen Beitrag zur Stabilisierung der Weltwirtschaft leisten – zum Beispiel seinen Immobilienmarkt abkühlen.

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Trotz der „düsteren und komplizierten“ globalen Konjunkturaussichten will China versuchen, auch in Zukunft ein stabiles Wachstum zu sichern. Mit der Kontrolle des überhitzten Immobilienmarktes, dem Kampf gegen Inflation und der Förderung der heimischen Nachfrage solle Stabilität gewahrt werden, hieß es in einer Erklärung zum Abschluss der diesjährigen Wirtschaftskonferenz der chinesischen Führung in Peking.

Die Regierung wolle an der bisherigen „vorsichtigen Geldpolitik und pro-aktiven Finanzpolitik“ festhalten. Das dreitägige Treffen unter Vorsitz von Staats- und Parteichef Hu Jintao legt traditionell den wirtschaftspolitischen Kurs für das neue Jahr fest. Es ist die letzte große Wirtschaftskonferenz vor dem im nächsten Jahr geplanten Generationswechsel an der Spitze der Kommunistischen Partei.

Das Treffen, an dem auch führende Mitglieder des Zentralkomitees teilnahmen, endete ohne große Überraschungen. Eine geplante Lockerung der Geldpolitik war nicht erkennbar. In der Erklärung wurde allgemein eine weitere Vertiefung der marktwirtschaftlichen Reformen versprochen. Chinesische Experten rechnen im nächsten Jahr mit einem Rückgang des Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von voraussichtlich 9,2 Prozent in diesem Jahr auf 8,5 Prozent.

Zum Abschluss der Tagung hieß es auch, der Wechselkurs der chinesischen Währung solle im nächsten Jahr weiter „grundsätzlich stabil“ gehalten werden. Die USA machen Druck, den Yuan aufzuwerten. Aus ihrer Sicht ist die chinesische Währung künstlich unterbewertet, was Chinas Exporten unfaire Handelsvorteile verschaffe.