Preiserhöhung

Bahnfahren ist jetzt deutlich teurer geworden

Der Wechsel zum Winterfahrplan bedeutet für die Kunden der Deutschen Bahn auch höhere Preise. Tickets und Reservierungen sowie die Bahncard werden teurer.

Foto: picture alliance / dpa / PA/dpa

Kurz vor Beginn der Reisezeit vor den Feiertagen ist das Fahren mit der Deutschen Bahn zum Teil deutlich teurer geworden. Mit dem am Sonntag in Kraft getretenen Fahrplanwechsel stiegen die Normalpreise im Fern- und im Nahverkehr im Schnitt um 3,9 Prozent.

Auch Wochen, Monats- und Jahreskarten kosten künftig mehr, genauso die Bahncard und viele Pauschaltickets für den Nahverkehr wie das Schöne-Wochenend-Ticket. Die Sparpreise im Fernverkehr bleiben hingegen gleich.

Die teils empfindlichen Preiserhöhungen hatte die Bahn mit deutlich gestiegenen Personal- und Energiekosten begründet. Deutlich mehr Geld müssen Kunden teilweise auch für Sitzplatz-Reservierungen zahlen, die künftig einen einheitlichen Preis von vier Euro haben.

Bei Buchung im Internet kostete die Reservierung bisher nur 2,50 Euro in der zweiten Klasse, im Reisezentrum oder per Telefon war sie mit 4,50 Euro etwas teurer.

Fahrplan-Umstellung lief reibungslos

Die Umstellung des Fahrplans zu Mitternacht verlief nach Angaben eines Bahnsprechers wie geplant. „Wir sind sehr gut in den dritten Advent gestartet“, die Situation sei am Sonntag entspannt gewesen. Die Umstellung betrifft nach Bahnangaben 27.000 Züge, die täglich im Nah- und Fernverkehr unterwegs sind.

Nach Angaben des Sprechers ist die Bahn auch auf die Wintermonate gut vorbereitet. So seien zusätzliche Abtaukapazitäten in fünf Instandhaltungswerken geschaffen worden. Fast alle der 48.000 Weichen, die im Personenverkehr eine Rolle spielten, verfügten mittlerweile über Heizungen.

Für die Schneeräumung seien 19.600 Mitarbeiter eingeplant, doppelt so viele wie im Vorjahr. An den Bahnhöfen wurden 2800 zusätzliche Schriftanzeiger in Betrieb genommen, um die Fahrgäste besser über Verspätungen informieren zu können. Im vergangenen Winter war die Bahn wegen zahlreicher Verspätungen und Zugausfälle zum wiederholten Mal in die Kritik geraten.