Finanzhilfe

Land finanziert EnBW-Kapitalspritze auf Pump

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Durch den Atomausstieg ist EnBW in die roten Zahlen geraten. Jetzt will das Land Baden-Württemberg mit Finanzhilfen einspringen.

Das Land Baden-Württemberg will die Kapitalerhöhung für den Energieversorger EnBW in Höhe von 400 Millionen Euro auf Pump finanzieren. Wie aus Koalitionskreisen bekannt wurde, soll die Finanzierung über eine Anleihe der Landestochter Neckarpri laufen. Darüber muss aber der Landtag entscheiden. Grün-Rot will im Haushalt 2012 ohne neue Schulden auskommen.

Über die Beteiligungsgesellschaft Neckarpri wickelte die frühere CDU/FDP-Regierung vor einem Jahr bereits den Rückkauf der EnBW-Aktien vom französischen Staatskonzern EDF ab. Der Kaufpreis für 46,5 Prozent der Anteile lag damals bei rund 5 Milliarden Euro. Auch dies wurde über Anleihen am Kapitalmarkt finanziert.

Grün-Rot hatte bereits nach langem Zögern mitgeteilt, dass sie bei der Kapitalerhöhung von insgesamt 800 Millionen Euro doch mitmachen will. Der zweite Haupteigentümer, der Kommunalverband OEW, hatte sich schon dazu bereit erklärt, 400 Millionen Euro zuzuschießen. Die EnBW ist durch den Atomausstieg in die roten Zahlen geraten, und will frisches Geld haben, um die Energiewende voranzutreiben.