Energieversorger

EnBW-Chef Villis muss Chefsessel räumen

EnBW-Chef Hans-Peter Villis gilt als langjähriger Verfechter der Atomkraft. Damit hatte vor allem die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg Probleme. Nun muss er gehen. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

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EnBW-Chef Hans-Peter Villis räumt seinen Sessel. Er werde seinen Vertrag, der im Herbst 2012 ausläuft, nicht verlängern, gab der drittgrößte deutsche Energieversorger am Dienstag in Karlsruhe bekannt. Darüber habe Villis den Aufsichtsrat informiert. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

Die beiden Haupteigentümer der EnBW, das Land Baden-Württemberg und der Kommunalverband OEW, hätten Villis bereits deutlich gemacht, dass sie nicht mehr mit ihm planen. Vor allem die grün-rote Landesregierung hatte mit dem langjährigen Verfechter der Atomkraft große Probleme. Das Land war Ende 2010 unter dem damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) bei dem Karlsruher Energieversorger eingestiegen. Es hält wie die OEW 46,5 Prozent an der EnBW.

Villis hat noch einen Vertrag bis Herbst nächsten Jahres. Er hatte aber mehrfach deutlich gemacht, dass er noch in diesem Jahr ein Signal der Eigentümer erwartet, ob sein Vertrag verlängert wird.