Sparpläne

Postbank-Beschäftigte gehen bundesweit in Streik

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Mitarbeitern der Postbank drohen nach der Übernahme durch die Deutsche Bank Verschlechterungen. Die Gewerkschaft Ver.di hat zu Streiks aufgerufen.

Bei der Postbank sind die Streiks gegen die Sparpläne der neuen Konzernmutter Deutsche Bank angelaufen. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di knapp 3600 Mitarbeiter an den Protestaktionen.

Die Postbank wollte die Zahl nicht kommentieren. Der Betrieb laufe aber weitgehend reibungslos, erklärte ein Bank-Sprecher. „Wir haben keine stärkere Beeinträchtigung der Geschäfte festgestellt.“ Die Filialen hätten geöffnet, die Bargeldversorgung der Kunden sei gesichert. Lediglich bei der Bearbeitung von Überweisungen oder Anfragen im Callcenter könne es vereinzelt zu Verzögerungen kommen .

Ver.di hat die rund 23.000 Beschäftigten der Postbank zu mehrtägigen Streiks aufgerufen. Hintergrund sind die Pläne der Deutschen Bank, im Zuge der Postbank-Integration etliche Jobs in der Verwaltung und Informationstechnik in eigene Gesellschaften auszugliedern.

Finanzkreisen zufolge soll dies mit Gehaltskürzungen, längeren Arbeitszeiten und weniger Urlaubstagen einhergehen. Ver.di fordert einen Überleitungstarifvertrag, der die Beschäftigten absichert. In mehreren Verhandlungsrunden war der Gewerkschaft zufolge keine Annäherung erreicht worden.