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Rendite von Italien-Anleihen steigt auf 7,3 Prozent

Nachdem der IWF das 600-Milliarden-Hilfspaket für Italien dementiert hat fällt der Kurs der Italien-Anleihe. Der Rendite-Abstand zu Deutschland steigt über fünf Prozent.

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Die Renditen auf italienische Staatsanleihen sind am frühen Montagmorgen auf den hohen Zinswert von 7,3 Prozent gestiegen. Damit erhöht sich der Abstand zu den deutschen Bundesanleihen auf den Rekordwert von fünf Prozentpunkten.

Zweijährige Anleihen erreichten sogar 8,101 Prozent, wie die Online-Ausgabe von „La Stampa“ berichtete. Italien will am Montag und Dienstag mit großen Auktionen mehrere Milliarden Euro aufnehmen. Spanische Anleihen eröffneten mit 6,73 Prozent.

Zum Vergleich: Die zehnjährigen Bundesanleihen lagen am Morgen acht Ticks im Minus und rentierten mit 2,224 Prozent.

Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) Spekulationen über ein Milliarden-Hilfspaket für Italien zurückgewiesen. „Es gibt keine Gespräche mit den italienischen Behörden über ein Programm für eine IWF-Finanzierung“, sagte ein Sprecher des Währungsfonds.

Die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ hatte am Sonntag mit Bezug auf informierte Kreise in Washington berichtet, der IWF könne Italien mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro unterstützen . Mit der Milliarden-Hilfe soll die neue Regierung von Mario Monti bei der Durchsetzung der notwendigen Reformen entlastet werden.

Zuvor hatten sich bereits Experten skeptisch zu dem angeblichen Hilfspaket des Währungsfonds für Italien geäußert. „Der IWF verfügt einfach nicht über die Ressourcen für ein solches Hilfspaket“, sagte der Experte Marc Chandler von der New Yorker Bank Brown Brothers Harriman & Co.