Luftfahrt-Konzern

Airbus will 8000 neue Mitarbeiter einstellen

Weltweit will der Luftfahrtkonzern 8000 neue Jobs schaffen. Auch in Deutschland soll es rund 1000 weitere Arbeitsplätze geben.

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Airbus will in diesem und im kommenden Jahr insgesamt mehr als 8000 neue Mitarbeiter gewinnen. Das berichtet die „Börsen-Zeitung“ nach einen Interview mit Airbus-Chef Thomas Enders unter Berufung auf Unternehmenskreise. Im laufenden Jahr hatte der europäische Flugzeugbauer bereits rund 4.00 Mitarbeiter eingestellt. Auch für das nächste Jahr gibt es Planungen in dieser Größenordnung.

Dabei ist offenbar noch nicht klar, wie viele der neuen Jobs auf Deutschland abfallen. In diesem Jahr hatte die EADS-Tochter in Deutschland 1000 Mitarbeiter in Lohn und Brot gebracht. Insgesamt arbeiten hierzulande bei Airbus rund 16.500 Beschäftigte an den Standorten Hamburg, Bremen, Buxtehude und Stade.

Airbus-Chef Thomas Enders sagte der Börsen-Zeitung, er rechne für 2012 „nicht mit so einer Bestellflut wie in diesem Jahr“. Wegen der starken Nachfrage nach effizienten, Kerosin sparenden Flugzeugen denke Airbus für die zweite Hälfte des Jahrzehnts jedoch über „eine deutliche Produktionssteigerung nach“.

Beim Großraumflugzeug A380 habe man 2011 „erstmals das Stadium der Serienproduktion erreicht“ und strebe für 2015 schwarze Zahlen an. Enders, der Kandidat für die Nachfolge von EADS-Chef Louis Gallois ist, stellte die bisherige Zielsetzung in Frage, die Hälfte der Aufträge aus dem zivilen Bereich zu erhalten und die andere Hälfte aus öffentlichen und militärischen Bereichen.

Grund sei „das zukünftige Wachstum der zivilen Luftfahrt und die Schwächen der öffentlichen Haushalte in Europa und den USA“. Mit bisher rund 1500 Bestellungen steuert die EADS-Tochter 2011 auf einen neuen Orderrekord zu.

Airbus zeigt sich ist mit Blick auf seine kleinen Zulieferer besorgt über die Kreditbewilligungen der Banken. „Die momentane Kreditvergabepraxis der Banken ist bedenklich“, sagte Enders. Einige Banken scheuten Flugzeugfinanzierungen, doch viele kleine Zulieferer seien finanziell nicht so robust aufgestellt. „Der Ausfall nur eines von ihnen kann Einfluss auf unsere ganze Produktionslinie haben“, erklärte der Manager. Airbus will daher „neue Finanzierungsquellen“ erschließen und hat vor allem die Kapitalmärkte in China und Japan im Blick.