Kooperation

Pepsi will mit Müller jetzt auch Joghurt herstellen

Der Softdrink-Hersteller Pepsi will in den USA auch gesundheitsbewusste Kunden gewinnen. Die deutsche Großmolkerei Müller soll Pepsi dabei helfen.

Foto: pa/ dpa; AP/dapd / pa/ dpa; Michael Hanschke, Seth Perlman

Der Cola- und Chips-Hersteller Pepsi will in den USA auch gesundheitsbewusste Verbraucher erreichen und plant daher den Einstieg in den Joghurt-Markt – einem Bericht des " Wall Street Journal" zufolge mit Hilfe der deutschen Großmolkerei Theo Müller.

Pepsi und Müller wollten ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das eine neue Joghurtmarke auf den Markt bringen soll, berichtete die Zeitung. Die Gründung dieser Firma könne in den kommenden Wochen bekanntgegeben werde. Ein Sprecher der Unternehmensgruppe Theo Müller im bayerischen Fischach-Aretsried sagte, „Spekulationen“ kommentiere das Unternehmen nicht.

Müller in Europa und Israel vertreten

Theo Müller ist nach eigenen Angaben das größte private Molkereiunternehmen in Deutschland und in zahlreichen weiteren europäischen Ländern sowie in Israel vertreten. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro. In Großbritannien ist Müller-Milch demnach seit 1995 Marktführer im Joghurtsegment mit dem Joghurt mit der Ecke (Müller Corner). Für den Konzern arbeiten knapp 4700 Menschen. Zu der Gruppe gehören Müller, Weihenstephan, Sachsenmilch und die Käserei Loose.

Pepsi, Hersteller von Pepsi-Cola, Mirinda und 7Up sowie von Frito-Lay-Chips, hat vor kurzem die russische Großmolkerei Wimm-Bill-Dann gekauft. Der US-Konzern hatte bereits Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt: Bei einem Umsatz von 17,6 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro) machte das Unternehmen in den drei Monaten einen Gewinn von zwei Milliarden Dollar.