Autobauer

Volkswagen legt dank Kernmarke weiter zu

Volkswagen hat seinen Absatz im September erneut gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielte Europas größter Autobauer mit seiner Kernmarke VW ein Plus von 12,3 Prozent. Allein im September legten die Wolfsburger um 14 Prozent zu.

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Volkswagen hat den Absatz seiner Kernmarke dank starker Zuwächse in Schwellenländern und Nordamerika in den ersten neun Monaten 2011 kräftig gesteigert – ein Plus von 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von Januar bis September lieferte Europas größter Autokonzern 3,81 Millionen Fahrzeuge seiner Marke Volkswagen.

Alleine im September lagen die Verkäufe knapp 14 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Wolfsburger Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bereits am Montag hatte die Premiumtochter Audi einen Verkaufsrekord mit Zuwachsraten von 17 Prozent gemeldet. Damit dürften dem Konzern im Gesamtjahr neue Bestwerte ins Haus stehen.

Auf dem weltweit größten Automarkt China stiegen die Auslieferungen seit Jahresbeginn auf 1,29 Millionen Fahrzeuge seiner Kernmarke und damit elf Prozent mehr los. Auch auf dem schwierigen nordamerikanischen Markt entwickelten sich die Verkäufe positiv: Bis September übergab VW dort 362 000 Autos an die Kunden, ein Plus von22,2 Prozent. Besonders gefragt waren der Jetta und der neue Passat.

„Die Auslieferungen der Marke Volkswagen Pkw haben sich in den ersten neun Monaten erfreulich positiv entwickelt“, erklärte Vertriebsvorstand Christian Klingler.

In Europa steigerte Volkswagen seinen Absatz in den ersten neun Monaten um knapp 10 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge. In der Region Zentral- und Osteuropa verzeichnete Volkswagen Pkw sogar einen Zuwachs von 46 Prozent. In Westeuropa steigerte die Marke ihre Verkäufe dagegen lediglich um vier Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland wurden mit 449.600 Autos zehn Prozent mehr Volkswagen als vor Jahresfrist ausgeliefert, gut 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für den Konzern insgesamt, zu dem alleine acht Pkw-Marken gehören, hat Vorstandschef Martin Winterkorn für 2011 das Ziel von erstmals acht Millionen verkauften Fahrzeugen ausgegeben. Voraussetzung für das Erreichen dieses Ziels ist jedoch, dass die Nachfrage angesichts der Schuldenkrisen in Europa und den USA keinen Rückschlag erleidet.

Bislang scheinen die Autobauer davon aber noch nichts zu spüren: Die VW-Tochter Audi schlug im September rund um den Globus 17 Prozent mehr Fahrzeuge los als vor Jahresfrist. die Premium-Konkurrenten BMW und Daimler in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich mehr Autos absetzen als im Vorjahr. BMW verkaufte mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge – das ist ein Plus von 16 Prozent und ebenfalls ein Rekordwert. Daimler mit seinen Marken Mercedes-Benz und Smart steigerte seine Verkäufe um 7,3 Prozent auf 996.855 Autos.