Vorbild KfW

Rösler will EU-Geld für griechische Förderbank nutzen

Bei seinem Besuch in Athen hat Wirtschaftsminister Rösler ein starkes Signal für Griechenland gefordert. Sein Vorschlag: Eine Förderbank nach Art der KfW.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat an die EU appelliert, ihr Geld aus den Strukturfonds zu nutzen, um eine Förderbank für den Mittelstand in Griechenland aufzubauen. „Das wäre ein starkes Signal für Griechenland“, sagte er in Athen bei einem deutsch-griechischen Unternehmertag.

Deutschland sei gern bereit, seine Erfahrungen bei der Gründung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einzubringen. Dieses Institut habe einst das Geld aus dem amerikanischen Marshall-Plan in die deutsche Wirtschaft gebracht, erinnerte Rösler.

Der Vizekanzler kündigte an, deutsche Unternehmen würden von der KfW bei ihren Investitionen in Griechenland unterstützt. Es gehe um ein Zeichen der Solidarität, der Unterstützung und Freundschaft in der EU. Sein Vorschlag der „Resolvenz“ für Griechenland bedeute: „Wir wollen alles tun, um Athen in der Eurozone zu halten.“ Aber es müsse auch alles getan werden, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes wieder herzustellen.

„Alle Deutschen und alle Europäer sind voller Respekt vor den Leistungen, die Sie in den vergangenen Monaten erreicht haben“, rief Rösler den anwesenden griechischen Politikern zu, darunter Oppositionsführer Antonio Samaras.

Das Land habe unter anderem eine Rentenreform, eine Gesundheitsrefom und eine kommunale Gebietsreform beschlossen. Wir sind heute hier, Sie zu unterstützten„ sagte Rösler. “Man muss Fortschrittsoptimist sein, dass es morgen besser ist als heute."