Betrugsverdacht

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telekom

Staatsanwaltschaft Bonn hat nach Medienberichten Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom aufgenommen. Hintergrund ist eine Strafanzeige des Telekom-Konkurrenten Telegate.

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Die Staatsanwaltschaft Bonn hat einem Pressebericht zufolge Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug aufgenommen. Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel bestätigte laut dem „Handelsblatt“ vom Freitag eine „Detailprüfung“. Hintergrund ist dem Bericht zufolge eine Strafanzeige von den Gründern des Telekom-Konkurrenten Telegate, Klaus Harisch und Peter Wünsch. Sie werfen der Telekom vor, der Telegate durch falsche Kostenabrechungen einen Millionenschaden beschert zu haben. Parallel läuft dem Bericht zufolge eine Schadenersatzklage über rund 900 Millionen Euro.

Ein Telekom-Sprecher bestritt gegenüber dem „Handelsblatt“ die Vorwürfe. Die Telekom halte die erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe „in vollem Umfang für unbegründet“ und werde in Kürze gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ausführlich Stellung nehmen. In dem seit Jahren laufenden Rechtsstreit geht es vor allem um die wahren Kosten für die Telefonauskunft. Telegate sowie zahlreiche andere Konkurrenten der Deutschen Telekom geben an, von dem Bonner Konzern mit überzogenen Forderungen für die Datei mit allen Namen und Nummern der Deutschen betrogen worden zu sein.