Währungskrise

Ratingagentur Moody's stuft Italiens Bonität herab

Die Ratingagentur Moody's hat Italiens Bonitätsnoten um drei Stufen gesenkt. Statt der bisherigen Note Aa2 erhalten lang laufende italienische Staatsanleihen nun nur noch die Note A2.

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Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Italiens angesichts der Skepsis an den Finanzmärkten deutlich herabgestuft.

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Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Italiens herunter. Die Bonitätswächter begründeten die Absenkung des Ratings um drei Stufen von „Aa2“ auf „A2“ mit wirtschaftlichen und ökonomischen Unsicherheiten.

Die Risiken für die italienische Wirtschaft seien gestiegen. Moody's warnte zudem vor weiteren Herabstufungen, indem die Agentur das Rating mit einem negativen Ausblick versah.

Der Euro gab zum Dollar nach, erholte sich aber später wieder. Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, die Herabstufung sei erwartet worden. Die Regierung arbeite daran, die von der EU-Kommission abgesegneten Haushaltsziele zu erreichen.

Ende September hatte S&P die Kreditwürdigkeit Italiens um eine Note auf „A“ heruntergestuft. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sitzt auf einem Schuldenberg von rund 1,9 Billionen Euro. Das entspricht 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung – daran gemessen ist nur Griechenland in der Euro-Zone höher verschuldet.

Für dieses Jahr erwartet die Regierung in Rom ein Defizit von 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 2012 soll die Neuverschuldung auf 1,4 Prozent fallen. 2013 wird ein ausgeglichener Haushalt angepeilt. Die enormen Schulden haben Italien ins Visier der Finanzmärkte gerückt: Das Land muss Anlegern historisch hohe Zinsen zahlen.