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Griechenland-Krise lässt Dax einknicken

Um Griechenland steht es schlecht und darauf reagieren jetzt auch die Märkte. Asiens Börsen geben nach. Der Dax rutscht kräftig ins Minus.

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Nach den Ankündigungen aus Griechenland verlor der Leitindex am frühen Montag bis zu vier Prozent.

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Neue negative Nachrichten aus Griechenland und schwache Vorgaben aus Übersee haben den Dax am Montag im Feiertagshandel kräftig ins Minus gedrückt. Der Leitindex rutschte im frühen Handel um 3,44 Prozent ab auf 5313 Punkte. Am Freitag hatte er bereits mit deutlichen Verlusten geschlossen und zudem mit einem Abschlag von rund 25 Prozent das schwächste Quartal seit neun Jahren verbucht. Der MDax sackte am Morgen um 2,59 Prozent ab auf 8125 Punkte und für den TecDax ging es um 2,53 Prozent auf 646 Punkte nach unten.

Zu den größten Verlierern zählen die Banken, die üblicherweise besonders sensibel auf Nachrichten rund um Griechenland reagieren. Deutsche Bank und Commerzbank fielen um jeweils sieben Prozent auf 24,54 beziehungsweise 1,78 Euro. Auf europäischer Ebene standen BNP Paribas mit einem Minus von zeitweise 9,5 Prozent auf 27,19 Euro unter besonders starkem Druck. Der Branchenindex büßte vier Prozent ein.

Die US-Börsen hatten am Freitag sehr schwach geschlossen, und verbuchten an diesem Morgen ebenfalls kräftige Verluste. Für neue Unsicherheit sorgte die Meldung vom Wochenende, dass der Schuldensünder Griechenland sein für dieses Jahr gestecktes Sparziel verfehlen wird.

Angesichts des wieder sehr trüben Marktumfeldes versammelten sich die besonders konjunktursensiblen Aktien am Dax-Ende. So büßten Automobil- und Finanzwerte wie Daimler, Volkswagen und Commerzbank zwischen 4,7 und 7,1 Prozent an Wert ein.

Euro-Finanzminister beraten sich in Luxemburg

Am Montag stehen wichtige Konjunkturdaten aus dem Euroraum und den USA im Fokus. Diesseits wie jenseits des Atlantiks werden die viel beachteten Einkaufsmanagerindizes für die Industrie veröffentlicht. Die Zahlen geben Hinweise auf den Zustand der Konjunktur.

Daneben treffen sich die Euro-Finanzminister in Luxemburg, um über den Rettungsfonds EFSF und die Finanzhilfen für Griechenland zu sprechen. Über die Auszahlung der nächsten Kredittranche für Athen werden die Minister aber noch nicht entscheiden.