Fluggesellschaft

Qantas unterschreibt Milliarden-Auftrag bei Airbus

Die australische Airline Qantas kauft 110 Maschinen aus der A320-Familie. Besonders interessant ist der spritsparende Neo.

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Die australische Fluggesellschaft Qantas hat ihren angekündigten Großauftrag beim Flugzeugbauer Airbus festgezurrt. Die Bestellung von 110 Mittelstreckenmaschinen der A320-Familie sei jetzt verbindlich unterschrieben worden, teilte die EADS-Tochter Airbus in Toulouse mit.

Beide Unternehmen hatten die Order Mitte August angekündigt . Bei 78 Exemplaren soll es sich um die neue, spritsparende Version A320neo handeln, die im Herbst 2015 erstmals ausgeliefert wird. Die übrigen 32 Jets stammen aus der herkömmlichen A320-Familie.

Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von etwa 9,5 Milliarden US-Dollar (7,1 Milliarden Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Die A320neo soll dank neuer Triebwerke und abgeknickter Flügelspitzen etwa 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen als der bislang gebaute Kassenschlager A320. Seit Vorstellung der A320neo im vergangenen Dezember hat Airbus bereits 1245 Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen für das Modell eingesammelt.

Warnstreik bei Airbus in Deutschland

Die A320-Familie wird zu großen Teilen in Hamburg gefertigt. Nun sind die rund 16.000 Airbus-Beschäftigen in Deutschland sind für Freitag zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nach dem Abbruch der Verhandlungen über einen Zukunftstarifvertrag will die IG Metall Küste alle vier Standorte bestreiken. Der Ausstand soll um 9.15 Uhr in Hamburg sowie um 9.30 Uhr in Bremen, Buxtehude und Stade beginnen, wie Bezirksleiter Meinhard Geiken mitteilte. Um 10.00 Uhr seien Kundgebungen geplant.

„Am Verhandlungstisch kommen wir nicht weiter. Die Beschäftigten werden deshalb morgen ein Zeichen setzen, dass sie hinter den Forderungen stehen und einen Zukunftstarifvertrag 2020 wollen“, sagte Geiken.

Der Flugzeugbauer und die Gewerkschaft verhandeln seit eineinhalb Jahren über einen Vertrag für die deutschen Airbus-Mitarbeiter, in dem Beschäftigung, Standorte und Einkommen bis 2020 gesichert werden sollen. Die IG Metall fordert eine größere Mitbestimmung bei Leiharbeit, Arbeitsorganisation und Optimierungsprozessen. So strebt sie eine Reduzierung der Leiharbeit von derzeit 22 auf 15 Prozent an.