Schuldenkrise

Griechische Wirtschaft schrumpft um 5,5 Prozent

Düstere Prognose für Griechenland: Die heimische Wirtschaft schrumpft erneut, und auch die Arbeitslosigkeit wird deutlich steigen.

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Die griechische Wirtschaft schrumpft in diesem Jahr um 5,5 Prozent, die Arbeitslosigkeit werde 15,4 Prozent erreichen, heißt es in einem Haushaltsentwurfs des griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos. Für das kommende Jahr wird mit einer Arbeitslosenquote von 17,1 Prozent gerechnet.

Mit Hilfe eines Schuldenschnitts und Privatisierungserlösen in Milliardenhöhe will Griechenland sein Haushaltsdefizit im kommenden Jahr auf 5,4 Prozent senken. Ohne den teilweisen Forderungsverzicht privater Gläubiger würde das Defizit demnach 6,7 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. In diesem Jahr wird ein Minus von neun Prozent erwartet.

Neben den Schuldenschnitt erhofft sich das h och verschuldete Land erhebliche Mehreinnahmen durch die Privatisierung von Staatsunternehmen. Das soll 2012 rund 9,3 Milliarden Euro in die Kassen spülen, nach 1,7 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Der Schuldenstand wird dem Entwurf nach im kommenden Jahr auf 309,3 Milliarden Euro oder 145,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fallen – vorausgesetzt, der Schuldenschnitt kommt. 2011 wird mit 352 Milliarden Euro gerechnet, was den Angaben nach 161,7 Prozent der Wirtschaftsleistung entspräche.