Banken

Deutlicher Gewinnrückgang bei Société Générale

Der Gewinn von Frankreichs zweitgrößtem Geldhaus sinkt um 30 Prozent auf 622 Millionen Euro. Mit verantwortlich dafür sind Abschreibungen auf Griechen-Anleihen.

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Die Schuldenkrise in Griechenland hat Frankreichs zweitgrößter Bank Société Générale einen starken Gewinneinbruch eingebrockt. Im vergangenen Quartal rutschte der Gewinn unter anderem wegen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen um mehr als 30 Prozent auf 622 Millionen Euro ab, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt aber einen Rückgang um 858 Millionen erwartet. Den eigenen Kapitalbedarf bezifferte Société Générale nun auf 2,1 Milliarden Euro. Dieser solle aus eigenen Mitteln aufgebracht werden.

Die SocGen-Aktie stieg um 7,5 Prozent und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Das Finanzhaus strich zudem die Dividende, um die Kapitalbasis zu stärken und plant früheren Angaben zufolge auch Geschäftsverkäufe. „Angesichts des Kursverlustes von rund zwei Dritteln seit Februar ist eine Dividendenstreichung besser als das Risiko einer Verwässerung durch eine Kapitalerhöhung“, betonte Reuters-Kommentatorin Margaret Doyle.

Das Geldhaus kündigte zudem an, im kommenden Jahr beim Investmentbanking deutlich Kosten einzusparen. Angepeilt seien Minderausgaben zwischen fünf und zehn Prozent, sagte der Chef der Sparte, Michel Peretie. Die Bank nahm Abschreibungen von rund 60 Prozent auf griechische Anleihen vor. Dies entspricht der Größenordnung, die auch der größere französische Rivale BNP Paribas vorgenommen hat.