Gute Einnahmen

Krankenkassen machen Milliarden-Überschuss

Im ersten Halbjahr verzeichneten die gesetzlichen Krankenkassen ein Plus von rund 2,9 Milliarden Euro. Auch 2012 sollen die Einnahmen stabil bleiben.

Foto: picture alliance / dpa

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2011 ein Plus von 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete, stiegen die Einnahmen der Kassen von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben erhöhten sich im selben Zeitraum um 2,3 Prozent auf 89,8 Milliarden Euro.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Prognose bleiben die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen in diesem und im nächsten Jahr stabil. Die Versicherten werden daher wahrscheinlich von weiteren Beitragserhöhungen und Zusatzbeiträgen verschont. Auch der Schätzerkreises des Bundesversicherungsamtes hatte bereits stabile Einnahmen prognostiziert.

Sozialversicherungen mit vier Milliarden Euro im Plus

Die gesetzliche Sozialversicherung hat im ersten Halbjahr 2011 einen Überschuss von vier Milliarden Euro erzielt. Laut Statistischem Bundesamt hatten die Sozialkassen im ersten Halbjahr 2010 noch mit drei Milliarden Euro im Minus gelegen. Die Statistik umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Hauptgrund der positiven Entwicklung sei die gute Konjunktur, hieß es. Insgesamt nahmen die Sozialversicherungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 257,6 Milliarden Euro ein (plus zwei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2010). Die Ausgaben gingen um 0,6 Prozent auf 253,5 Milliarden Euro zurück.

Eine ausgeglichene Halbjahresbilanz legte die Rentenversicherung vor. Einnahmen und Ausgaben betrugen 124,1 Milliarden Euro. Die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gingen hingegen zurück. Sie sanken um 7,8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben summierten sich auf 17,8 Milliarden Euro. Aufgrund des kräftigen Ausgabenrückgangs um 20,3 Prozent wies die BA einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro auf.

Wie im Vorjahreszeitraum glichen sich die Einnahmen und die Ausgaben der gesetzlichen Pflegeversicherung im ersten Halbjahr 2011 nahezu aus. Sie beliefen sich jeweils auf rund 10,8 Milliarden Euro.