Griechen-Krise

TUI rechnet mit der Rückkehr der Drachme

Das Reiseunternehmen TUI sorgt für eine mögliche Währungsumstellung in Griechenland vor. Hoteliers sollen neue Verträge unterschreiben.

Foto: Wolfgang Zügel

Der Reisekonzern TUI will sich i n Griechenland gegen eine mögliche Währungsumstellung absichern. Die „Bild“-Zeitung berichtete, TUI habe in einem Brief griechische Hoteliers aufgefordert, einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

„Wenn der Euro nicht mehr die Währung sein sollte (...), ist TUI berechtigt, die Geldsumme in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von der Regierung vorgegebenen Wechselkurs“, zitierte das Blatt aus dem Schreiben des Konzerns.

Experten befürchten, dass Griechenland eine neue Währung stark abwerten müsste, falls es aus dem Euro ausscheiden sollte. TUI-Sprecher Robin Zimmermann sagte dem Blatt: „Wir müssen uns gegen solche Währungsrisiken absichern. Es gibt eine mehr als theoretische Möglichkeit, dass Griechenland aus der Euro-Zone aussteigt.“

Der griechische Hotelierverband hat empört auf die Forderung des Reisekonzerns reagiert. Der Präsident des griechischen Tourismusverbandes, Andreas Andreadis, sagte: „Mehrere griechische Hoteliers haben die Aufforderung von TUI bekommen, dieses Dokument zu unterschreiben. Kein Hotelier wird das machen und wir haben uns an das griechische Tourismus-Ministerium gewandt. TUI kann keine Hoteliers unter Druck setzen, so etwas zu unterschreiben.“