Staatsanleihen

Griechen-Krise führt Landesbank Berlin in Minus

Die Landesbank Berlin muss griechische Staatsanleihen abschreiben – und rutscht damit in die Verlustzone. Bis Jahresende erwartet das sparkasseneigene Institut aber eine schwarze Null.

Die Schuldenkrise Griechenlands hat die Landesbank Berlin (LBB) in die Verlustzone geführt. In den ersten neun Monaten des Jahres verbuchte die Bank ein Minus von 28 Millionen Euro – sowohl vor als auch nach Steuern, wie die LBB am Freitag mitteilte. Grund dafür waren erhöhte Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen. Zum Jahresende erwartet die LBB „ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern“. Vorstandschef Johannes Evers sagte, die Entwicklung sei besonders ärgerlich, weil die Mitarbeiter im Kundengeschäft sehr gute Arbeit geleistet hätten.

Den Beschlüssen des jüngsten Brüsseler Euro-Gipfeltreffens folgend habe die LBB „die Vorsorge auf griechische Staatsanleihen noch einmal um 20 Prozent auf nunmehr 50 Prozent des Nominalwerts von 232 Millionen Euro aufgestockt“. „Die Staatsschuldenkrise und die damit verbundenen Entwicklungen an den Finanzmärkten haben uns das Ergebnis verhagelt“, stellte Evers fest. Das Kundengeschäft habe sich gleichwohl positiv entwickelt.

In den ersten neun Monaten 2010 hatte das sparkasseneigene Institut noch deutlich schwarze Zahlen geschrieben und ein operatives Ergebnis vor Steuern von 215 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Gewinn unterm Strich lag bei 181 Millionen Euro.

Die Neunmonatsbilanz dieses Jahres ergab folgendes Bild: Im Privatkunden-Segment steigerte die LBB das operative Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13 Millionen Euro auf 109 Millionen Euro. Einen leichten Rückgang gab es im Firmenkundengeschäft, dort sank das operative Ergebnis von 75 Millionen auf 69 Millionen Euro. In der Immobilienfinanzierung kam die LBB operativ auf 128 Millionen Euro nach 145 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2010.