Konsum

Berliner bescheren dem Handel guten Umsatz

Auch wenn es noch zwei Monate bis Weihnachten sind, die Berliner sind bereits in Kauflaune. Der Umsatz liegt im Einzelhandel bislang 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei ist erst am Montag inoffizieller Start für das Weihnachtsgeschäft.

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Der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg hofft nach leichten Einbußen in den vergangenen Wochen auf das Weihnachtsgeschäft. „Wir haben bislang ein sehr stabiles Jahr mit Umsätzen, die leicht über dem Vorjahr lagen“, sagte Branchensprecher Nils Busch-Petersen. „Es ist in den letzten Wochen ein bisschen abgebröckelt, aber wir hoffen, dass wir mit dem Weihnachtsgeschäft Kurs halten können.“ Der Handel habe Gründe zur Zuversicht: hohe Beschäftigtenzahlen, gut gebuchte Hotels und eine kaum eingetrübte Konsumbereitschaft. Am heutigen Sonnabend sind übrigens die Geschäfte am Kudamm wegen der Zeitumstellung länger geöffnet.

In Berlin liege der Umsatz bislang 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert, in Brandenburg 1 bis 1,5 Prozent. In den letzten beiden Monaten des Jahres erwirtschafteten einzelne Branchenzweige bis zu ein Drittel des Jahresumsatzes – etwa der Schmuck- und Uhrenhandel.

Offiziell läutet der Verband das Weihnachtgeschäft Mitte November ein, inoffizieller Auftakt ist aber schon an diesem Montag: Dann strömen am Reformationstag Tausende Brandenburger in die Berliner Einkaufszentren. „Der Reformationstag ist für die Berliner Kaufleute ein Gottesgeschenk“, sagte Busch-Petersen, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg.

Verwandten und Freunden einen Gutschein zu schenken, wird nach Busch-Petersens Worten weiter beliebter. Schon im vergangenen Jahr entfielen darauf nach seinen Worten drei Prozent des Umsatzes der Monate November und Dezember, etwa 50 Millionen Euro.

Seit vergangenem Jahr sind in Berlin nur noch zwei Sonntage im Advent verkaufsoffen. Die Kirchen hatten die Öffnung an allen vier Sonntagen vor dem Bundesverfassungsgericht gestoppt. Die Branche hat wenig Hoffnung, dass sich unter dem neuen Senat etwas ändert. Der Verband fordert aber, dass Geschäfte in Brandenburg wie die Berliner an zehn Sonntagen im Jahr öffnen dürfen und nicht wie bislang sechs Mal. „Städte wie Potsdam, Nauen und Rathenow stehen im Wettbewerb mit Berlin, aber sie können nicht gewinnen.“