Abschwung

Goldman Sachs schlittert in die roten Zahlen

Die US-Großbank Goldman Sachs ist im dritten Quartal überraschend in die Verlustzone gerutscht. Da liegt vor allem an den Verlusten im Investment-Banking. Hier weist die Bank einen Umsatzrückgang von 33 Prozent aus.

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Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist überraschend deutlich in die roten Zahlen gerutscht. Für das dritte Quartal wies der US-Branchenführer am Donnerstag einen Nettoverlust von 393 Millionen Dollar aus. Es war der zweite Quartalsverlust seit dem Börsengang. Ein Jahr zuvor hatte Goldman Sachs noch 1,9 Milliarden Dollar verdient. Goldman Sachs leidet besonders unter der Flaute im Investmentbanking und dem Abschwung an den Märkten.

Die Einnahmen in der Kernsparte brachen im Vorjahresvergleich um ein Drittel auf 781 Millionen Dollar ein. Die größten Verluste schrieb die Bank aber mit ihren eigenen Beteiligungen: Allein auf die Anteile an der chinesischen Bank ICBC musste sie 1,05 Milliarden Dollar abschreiben. Das konnte Goldman nur zum Teil durch niedrigere Personalkosten wettmachen.

„Unsere Zahlen sind deutlich vom Umfeld beeinträchtigt worden, und wir sind über den Quartalsverlust enttäuscht“, sagte Vorstandschef Lloyd Blankfein. Der Sparkurs werde fortgesetzt. Analysten hatten nach Erhebungen von Reuters nur einen Verlust von 16 Cent je Aktie einkalkuliert, tatsächlich waren es 84 Cent.