Regierungsbericht

Mindestlöhne vernichten keine regulären Jobs

Vier Institute haben mögliche Folgen von Mindestlöhnen in Deutschland untersucht. Sie stellten einem Bericht zufolge keine negativen Auswirkungen fest.

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Die bestehenden gesetzlichen Mindestlöhne in Deutschland haben einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge kaum negative Auswirkungen. Sie vernichten weder Arbeitsplätze , noch verzerren sie den Wettbewerb, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf einen Bericht der Bundesregierung meldet.

Vier Forschungsinstitute hätten im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums die Wirkungen der Mindestlöhne untersucht. Generell ließen sich „keine nennenswerten Folgen für Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit nachweisen“.

Besonders interessant sei das Ergebnis im Elektrohandwerk, wo der Mindestlohn zwischen 2003 und 2007 vorübergehend ausgesetzt worden sei. In der Folge seien zwar die Löhne der Arbeitnehmer gesunken, trotzdem die Belegschaften nicht erkennbar aufgestockt worden. Mit der Wiedereinführung stiegen dem Berichte zufolge auch die Stundenlöhne erneut an – ohne negative Folgen für die Beschäftigung.