Gewinnziele

Telekom verordnet Mitarbeitern hartes Sparprogramm

Weil die die Deutsche Telekom ihren Gewinnzielen hinterherhinkt, wurde die Belegschaft jetzt zu verstärkten Sparanstrengungen aufgefordert. "Wenn jeder Mitarbeiter zehn Euro pro Woche einspart macht das bei 75.000 Mitarbeitern rund 39 Millionen Euro im Jahr", so der Deutschland-Chef Niek Jan van Damme.

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Um ihre Gewinnziele zu erreichen, verschärft die Deutsche Telekom nun doch ihren Sparkurs. Grund sei ein unerwartet schwaches Neukundengeschäft, sagte Deutschland-Chef Niek Jan van Damme der "Wirtschaftswoche". Noch vor einem Monat hatte die Telekom einen Medienbericht über stärkere Sparanstrengungen dementiert.

"Beim Neukundenzuwachs liegen wir unter Plan", sagte van Damme. Das liege an der zunehmenden Marktsättigung. In Bereichen wie dem Breitbandanschluss sei das Plus der neuen Verträge im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedriger. "Da setzt ein Trend ein, den wir erst in zwei, drei Jahren erwartet hatten. Wir kennen also den Grund, werden aber trotzdem an unseren ambitionierten Zielen festhalten."

Um die eigene Prognose dennoch zu erfüllen, seien kurzfristige Einsparungen nötig. So seien alle Beschäftigten aufgefordert, die Reisekosten zu senken. "Wenn jeder Mitarbeiter zehn Euro pro Woche einspart, macht das bei 75.000 Mitarbeitern rund 39 Millionen Euro im Jahr", rechnete der Manager vor.

"Die kommenden Monate werden kein Selbstläufer", betonte van Damme. "Wir spüren einen sehr starken Wettbewerb und müssen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk um jeden Kunden kämpfen." In diesem Jahr erwartet die Telekom ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von 19,1 Milliarden Euro. Der Free Cashflow soll bei mindestens 6,5 Milliarden Euro liegen. Wegen des harten Wettbewerbs drückt der Konzern seine Kosten seit Jahren - allein im ersten Halbjahr um gut 900 Millionen Euro.