BA-Chef

Weise erwartet keine "Katastrophe am Arbeitsmarkt"

Die Deutschen müssen laut Bundesagentur-Chef Weise trotz Euro-Krise keine Angst um ihre Jobs haben. Die Aussichten seien weiter sehr gut.

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Trotz trüberer Konjunkturaussichten rechnet der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, in den kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Das Tempo werde sich zwar verlangsamen, "eine Katastrophe am Arbeitsmarkt" sei aber nicht zu befürchten, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Im günstigsten Fall kann auch mal ein Monatswert erreicht werden, der sich 2,6 Millionen nähert", ergänzte Weise mit Blick auf die Zahl der Arbeitslosen. Im September waren knapp 2,8 Millionen Menschen in Deutschland erwerbslos gewesen.

Forderungen nach einer Verlängerung der Sonderregeln für Kurzarbeit wies Weise zurück. "Leider würden wir in einer neuen Krise Kurzarbeit nicht aus eigener Kraft so finanzieren können wie 2008", sagte er der Zeitung. Die Rücklagen seiner Behörde in Höhe von 17 Milliarden Euro seien aufgebraucht, im laufenden Jahr werde die Arbeitsagentur voraussichtlich mit einem Defizit von mehr als einer Milliarde Euro abschließen. Auch eine Erhöhung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung lehnte Weise ab. "In dieser schwierigen Lage kann man aus meiner Sicht keine Erhöhung von Steuern oder Beiträgen empfehlen", sagte er.