Ifo-Index

Stimmung in der Wirtschaft kühlt sich weiter ab

Die Eurokrise und die nachlassende Weltkonjunktur drücken weiter auf die Stimmung der Wirtschaft. Der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, der Ifo-Geschäftsklimaindex, sank im Oktober auf 106,4 Punkte. Im September war der Index bereits auf 107,5 Zähler gefallen.

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Im Umfeld der Euro-Krise hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter eingetrübt. Der ifo-Index sank im Oktober von 107,4 auf 106,4 Punkte, wie das ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Ihre aktuelle Geschäftslage schätzen die Unternehmen mit 116,7 Punkten nicht mehr so hervorragend ein wie in den vergangenen Monaten. Bei den Erwartungen für die nächsten sechs Monate verstärkt sich die Skepsis. Allerdings schlage sich die deutsche Wirtschaft angesicht der internationalen Turbulenzen vergleichsweise gut, sagte ifo-Chef Hans Werner Sinn.

Der ifo-Index basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 7000 Unternehmen und spiegelt sowohl die augenblickliche Lageeinschätzung als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate wider. Mit einem Wert von mehr als 100 Punkten befindet sich der Index derzeit aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Die 7000 befragten Manager schätzten sowohl die Aussichten für die kommenden sechs Monate als auch die aktuelle Lage schlechter ein. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen fiel wie erwartet auf 97,0 von 97,9 Punkten. Der Ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, das die Entwicklung der kommenden Monate zuverlässig vorhersagt.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass Wirtschaftsleistung am Jahresende stagniert. Eine Rezession befürchtet sie aber nicht. Für 2012 sagt sie ein Wachstum von 1,0 Prozent voraus, für das zu Ende gehende Jahr werden 2,9 Prozent prognostiziert.