Bonität

Moody's stuft acht griechische Banken herab

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von acht griechischen Banken um zwei Stufen herabgesetzt. Staatsanleihen von sechs Euro-Staaten mit sehr guter Bonität sollen Griechenland retten. Auch Deutschland gehört zum Krisenbündnis.

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Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der wichtigsten griechischen Banken um zwei Stufen gesenkt. Moody's begründete seine Entscheidung am Freitag mit den jüngsten Wertverlusten griechischer Staatsanleihen im Besitz der Finanzinstitute sowie der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Landes. Zudem seien „erhebliche“ weitere Wertverluste der Papiere zu erwarten. Betroffen von der Herabstufung sind die Griechische Nationalbank (NBG), die Eurobank Ergasias, die Alpha Bank, die Bank von Piräus, die Attika Bank und die griechische Agrarbank. Ihre Kreditwürdigkeit wurde jeweils von „B3“ auf „Caa2“ herabgesenkt.

Die Ratingagentur zeigte sich zudem besorgt über die schrumpfenden Wertpapierdepots der griechischen Banken. Ferner sei ihre Liquidität im Ernstfall nicht gesichert.

Die EU-Kommission will gemeinsame Staatsanleihen der sechs verbliebenen Euro-Staaten mit Top-Bonität einführen. „Ich schlage (...) vor, dass alle Euro-Staaten die eine Bestbewertung haben – die „AAA“-Staaten Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Österreich, die Niederlande und Finnland – ihre Anleihemärkte zusammenlegen“, sagte die stellvertretende Kommission-Chefin Viviane Reding der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Sie fügte hinzu: „Das wäre dann ein großer kerneuropäischer Anleihenmarkt – ein Fels in der Brandung, mit starker Liquidität und Bonität.“

Anders als bei einer Einführung gemeinsamer Staatsanleihen aller Euro-Länder, sogenannter Euro-Bonds – sei bei einem solchen Bündnis der AAA-Staaten keine Änderung der EU-Verträge nötig, betonte Reding. Euro-Bonds lehnt vor allem die deutsche Regierung vehement ab.

Staaten übernehmen Haftungsrisiko

Bei dem von Reding vorgestellten Plan würde das von den "AAA"-Staaten aufgenommene Geld erst in einem zweiten Schritt an notleidende Staaten wie Griechenland weitergegeben.

Die Staaten mit sehr guter Bonität übernähmen das Haftungsrisiko; die Sorgenkinder müssten letztlich niedrigere Zinsen für ihre Kredite bezahlen. Erstmals hatte Reding den Vorschlag am 14. September im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Paris vorgebracht.

Reding beklagte in dem Interview, angesichts des „zerstückelten“ europäischen Anleihemarktes könnten einzelne Staaten derzeit leicht angegriffen werden. Ein gemeinsamer Anleihemarkt der Triple-A-Staaten hingegen könne stabilisieren eingreifen: „Das wäre dann ein Kerneuropa, das entwicklungsfähig ist“, sagte die Kommissarin.