Geldinstitute

Credit Suisse kauft sich in Steuerprozess frei

Gegen die Zahlung einer dreistelligen Millionensumme beenden die Schweizer einen Prozess wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung.

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/KEYSTONE

Der Schweizer Bankkonzern Credit Suisse hat sich in einem Steuerverfahren mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf auf eine Geldzahlung geeinigt. Die Großbank bezahlt Angaben vom Montag zufolge 150 Millionen Euro. Im Gegenzug werde das gesamte Verfahren eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Mitarbeiter der Bank wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung ermittelt.

Credit Suisse begrüsse die getroffene Einigung. Damit könne ein langwieriger Rechtsstreit vermieden werden. Die Bank verfolge die konsequente Strategie, ausschließlich Vermögen unter Einhaltung der jeweiligen Gesetze und Vorschriften des Landes zu verwalten.

In Deutschland beschäftige Credit Suisse an zwölf Standorten rund 750 Mitarbeiter. Die Zahlung werde im dritten Quartal 2011 verbucht. In ähnlichen Verfahren hatten sich bereits Julius Bär und die Liechtensteiner Fürstenbank LGT freigekauft.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte im März 2010 Ermittlungen gegen 1100 Kunden der Credit Suisse wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung sowie gegen Mitarbeiter der Schweizer Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung aufgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Kunden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro in der Schweiz angelegt.