Weibliche Chefs

Von der Leyen macht Druck bei Frauenquote

Um "geschlossene Zirkel in Führungsspitzen" aufzubrechen, will Arbeitsministerin von der Leyen die Frauenquote bis 2018 durchdrücken.

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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will sich einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge trotz des Machtworts von Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) für eine verbindliche Frauenquote in den Vorständen und Aufsichtsräten der deutschen Dax-Unternehmen einsetzen.

„Die Führungsspitzen von deutschen Großunternehmen sind immer noch geschlossene Zirkel“, kritisierte sie im Gespräch mit der Zeitschrift. „ Da wechseln häufig dieselben Männer zwischen Vorständen und Aufsichtsräten .“

Wegen dieses „Verschiebebahnhofs“ gebe es immer noch viel zu wenige Frauen an der Spitze dieser Firmen . „Ich jedenfalls werde einen Zuwachs von einem halben Prozentpunkt in zehn Jahren nicht als Revolution feiern.“

Merkel hatte mehrfach deutlich gemacht, dass sie von der Leyens Plan, bis zum Jahr 2018 eine verbindliche Frauenquote von 30 Prozent für Dax-Unternehmen einzuführen, nicht unterstützen wird.