Energiewende

Atomausstieg kostet Bürger 32 Milliarden Euro

Der Ausstieg wird noch teurer. Die Wende kostet die Verbraucher und Industrie 32 Milliarden Euro – im besten Fall.

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Das geplante Aus für die Atomkraft in Deutschland macht Strom bis zum Jahr 2030 um insgesamt mindestens 32 Milliarden Euro teurer. Das sei das Ergebnis einer vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie, berichtete das "Handelsblatt" . Der beschleunigte Ausstieg führt demnach auch zur Verlagerung von Stromproduktion ins Ausland und zum vermehrten Import fossiler Energieträger.

Die 32 Milliarden Euro sind die Untergrenze. Weitere Kostenrisiken bestehen durch einen möglicherweise beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien, für den Netzausbau oder eine Verschärfung der EU-Klimaziele, wie die Zeitung berichtet.

Die stromintensive Industrie könne besonders hart vom schnellen Atomausstieg betroffen sein. Für den Betrieb einzelner stromintensiver Anlagen können "gravierende Konsequenzen" entstehen. Die Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln (EWI), des Prognos-Instituts und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) liegt dem "Handelsblatt" vor.

Die Bundesregierung hatte Ende Juni die Laufzeitverlängerung aus dem vergangenen Jahr zurückgenommen. Bis 2022 soll vollständig auf die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken in Deutschland verzichtet werden.