Pleite-Autobauer

Finanzspritze aus China verschafft Saab Atempause

Ein chinesisches Unternehmen greift Saab mit 70 Millionen Euro unter die Arme. Die Gewerkschaft stellt einen Insolvenzantrag, um den Konzern zu retten.

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Der um sein Überleben kämpfende Autobauer Saab hat sich dank einer Geldspritze aus China eine Atempause verschafft. Der niederländische Saab-Besitzer Swedish Automobile erklärte, dem Unternehmen flössen durch einen Lizenzvertrag mit dem chinesischen Unternehmen Youngman 70 Millionen Euro zu.

Die Aktien der in Amsterdam gehandelten Swedish Automobile schossen nach dieser Ankündigung um rund 150 Prozent in die Höhe. Aus Geldnot liegt bei Saab seit Monaten die Produktion still. Zulieferer und Angestellte mussten bislang vergeblich auf Zahlungen warten.

Das Unternehmen steht am Rande des Zusammenbruchs, weil ein schwedisches Gericht einen Antrag auf Gläubigerschutz abgelehnt hatte. Saab will diese Entscheidung anfechten.

Gegen den angeschlagenen Autohersteller Saab ist erstmals Insolvenzantrag gestellt worden. Die Gewerkschaft Unionen teilte mit, dass sie zur Sicherung von Gehaltsansprüchen ihrer Mitglieder einen Antrag beim Amtsgericht Vänersborg eingereicht hat.