Expansionskurs

Berliner Möbelhändler Krieger will kräftig wachsen

Der schwedische Möbelgigant und Marktführer Ikea muss sich in Deutschland auf starke Konkurrenz gefasst machen. Der Berliner Möbelhändler Kurt Krieger plant in den kommenden Jahren mehrere Großinvestitionen.

Foto: Patrick Piel

Der Berliner Möbelhändler Kurt Krieger ist mit seiner Firmengruppe auf Expansionskurs. „Wir wollen wachsen“, sagte er am Dienstag. Eine Übernahme der Paderborner Möbelkette Finke, über die das „Handelsblatt“ spekuliert hatte, sei allerdings nicht geplant, fügte Krieger an. Er sei vielmehr mit dem Besitzer Wilfried Finke befreundet. Finke bestätigte, er sei mit Krieger befreundet und erklärte, eine Beteiligung der Krieger-Gruppe an seinem Unternehmen sei nicht beabsichtigt.

Zuvor war spekuliert worden, Krieger blase mit der Expansion zum Angriff auf Marktführer Ikea. Dazu sagte der Unternehmer, Ikea sei sehr viel größer als seine Firmen-Gruppe. Das „Handelsblatt“ berichtete weiter, die Eröffnung eines 39.000 Quadratmeter großen Möbelhauses im Hamburger Stadtteil Eidelstedt vergangene Woche sei erst der Anfang des Expansionskurses. Ab 2012 plane Krieger, zu dessen Gruppe Einrichtungshäuser wie Höffner, Möbel Kraft und der Möbeldiscounter Sconto SB gehören, jedes Jahr eine große Eröffnung. Zunächst in Bremen, dann in Duisburg und Hannover.

Das „Handelsblatt“ schrieb, bereits jetzt betreibe das Berliner Unternehmen in Deutschland mehr Filialen als Ikea, 52 statt 46. Jeder zwölfte Euro im Einrichtungshandel lande schon heute in der Kasse der Krieger-Gruppe.

Krieger erklärte, er plane keinen Angriff auf Ikea. „Die Größenunterschiede allein in Deutschland führen diese Behauptung ad absurdum.“ Das „Handelsblatt" sprach von einem Jahresumsatz von Ikea in Höhe von 3,48 Milliarden Euro und 2,1 Milliarden Euro bei der Krieger-Gruppe, ohne deren Immobilien-Geschäft.

Bezahlt werden die Expansionspläne mit Einnahmen aus dem Immobilien-Geschäft, mit denen bereits Kriegers Großvater sein Geld verdient habe. Zur Fortführung der Gruppe stehe Tochter Sonja Krieger bereit, die seit 2004 das ebenfalls zum Konzern gehörende Einrichtungshaus Kriegerhome leite.