Wirtschaftskrise

Rohöl, Benzin und Diesel werden deutlich billiger

Die Finanzkrise zeigt erste spürbare Auswirkungen: Kraftstoffe werden billiger. Autofahrer profitieren von fallenden Benzin- und Dieselpreisen.

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Die Preise für Öl und Benzin fallen im Zuge der Krise an den Finanzmärkten kräftig: Das für Europa wichtige Brent-Öl kostete 105,77 Dollar pro Barrel (159 Liter), ein Rückgang von mehr als drei Prozent seit Freitag.

In Deutschland fiel der Preis für einen Liter Superbenzin über das Wochenende um fünf Cent auf 1,54 Euro im bundesweiten Durchschnitt, wie Branchenführer Aral mitteilte. Diesel wurde demnach sogar sechs Cent billiger auf 1,39 Euro.

Bereits in den vergangenen Tagen war der Ölpreis gefallen. Grund war die Sorge vor einer Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft und damit vor einer geringeren Nachfrage nach Öl. Nach Angaben eines Aral-Sprechers sind die Wiederbeschaffungskosten für Benzin und Diesel als Folge des Ölpreisrückgangs gefallen. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise um rund zehn Dollar eingebrochen.

Als Hauptgrund für die starken Kursverluste am Ölmarkt gilt nach wie vor die hohe Unsicherheit unter Investoren wegen der Schuldenkrisen in den USA und Europa. Zuletzt hatte vor allem der Entzug der Top-Bonität der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's belastet. Die Aktienmärkte quittierten die Aktion mit abermals deutlichen Verlusten, was auch die Stimmung am Ölmarkt eintrübte.

Mittelfristig dürften die Ölpreise jedoch Unterstützung durch das Ölkartell Opec erhalten, das einem fortgesetzten Preisrückgang kaum tatenlos zuschauen dürfte. „Die meisten Opec-Staaten sind nach der Erhöhung der Staatsausgaben auf Ölpreise zwischen 80 und 100 Dollar angewiesen.“