Studie

Autokäufer bekommen Neuwagen wieder schneller

Die meisten Autobauer können laut Studie wieder schneller an ihre Kunden liefern. Sportwagenliebhaber müssen sich aber in Geduld üben.

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Autokäufer können sich nach einer Studie wieder schneller ans Steuer ihres Neuwagens setzen. Die Lieferzeiten für Neuwagen seien im Juli auch wegen der nachlassenden Dynamik am Automarkt auf 3,6 Monate gesunken, sagte Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen. Anfang Juni wurden noch 3,8 Monate durchschnittliche Lieferzeiten ermittelt. Zudem hätten verkürzte Werksferien und Überstunden zum Abbau des Auftragsvorlaufs beigetragen.

Die Neuwagenzulassungen spiegelten allerdings derzeit die Verfassung des deutschen Automarkts nicht richtig wieder und vermitteln ein zu positives Bild. Dudenhöffer zufolge kämen weniger Aufträge ins Haus, stattdessen werde die Auftragsbank abgebaut.

Lieferzeiten bis zum Jahresende auf Normalniveau

In Geduld üben müssen sich nach der Studie weiterhin vor allem die Käufer sportlicher Geländewagen (SUV), die im Schnitt eine Lieferzeit von 5,4 Monaten hinnehmen müssten. Wegen des dynamischen Absatzbooms hatten Autofahrer im Mai nach den Angaben im Schnitt noch 4,0 Monate auf ihren gewünschten Neuwagen warten müssen . Infolge der Verschuldungskrise in Europa und den USA müsse nun mit einer Konjunkturabkühlung gerechnet werden, die sich auch am Automarkt bemerkbar machen werde, sagte Dudenhöffer:

Somit werden in wichtigen Märkten wie Europa und den USA in den nächsten Monaten weniger neue Aufträge bei den Autobauern ins Haus kommen. „Bis zum Jahresende werden sich die Lieferzeiten damit auf Normalniveau von durchschnittlich etwa 2,5 Monaten abbauen.“ Sollte es sogar zu einem stärkeren Konjunktureinbruch kommen, wird im nächsten Jahr mit einer deutlich geringeren Produktion gerechnet werden müssen.