Hohe Strompreise

Bayer-Chef Dekkers droht Deutschland mit Wegzug

Der Pharmariese Bayer erwägt eine Verlagerung der Produktion ins Ausland. Der Atomausstieg mache Deutschland immer unattraktiver.

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Angesichts der beschlossenen Energiewende und steigender Stromkosten droht Bayer-Chef Marijn Dekkers mit der Verlagerung von Produktion ins Ausland. "Es ist wichtig, dass wir im Vergleich mit anderen Ländern wettbewerbsfähig bleiben. Ansonsten kann sich ein globales Unternehmen wie Bayer überlegen, seine Produktion in Länder mit niedrigeren Energiekosten zu verlagern ", sagte der Vorstandsvorsitzende dem Magazin "Wirtschaftswoche".

"Deutschland wird als Produktionsstandort für die energieintensive Chemieindustrie unattraktiver", beklagte Dekkers. Schon heute seien die Energiepreise in Deutschland die höchsten in der EU.

Daher liege der Schwerpunkt neuer Investitionen bei der Kunststoff- und Chemiesparte von Bayer bereits in China. "Deutschland verliert relativ an Bedeutung", sagte Dekkers.