Kartellamt

Matratzenfabriken wegen Preisabsprachen durchsucht

Das Kartellamt hat ein Verfahren gegen führende Matratzenhersteller eingeleitet. Sie sollen Händler unter Druck gesetzt haben.

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Unter dem Verdacht illegaler Absprachen haben Beamte des Kartellamts in mehreren Bundesländern Hersteller und Händler von Matratzen durchsucht. Die Wettbewerbshüter gingen dem Verdacht nach, dass es in der Branche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Mindestpreise gegeben habe, bestätigte eine Sprecherin des Bundeskartellamts am Freitag einen Bericht des „Handelsblatt“.

Die Firmen stehen außerdem im Verdacht, ihre Mindestpreise mit illegalen Praktiken durchgesetzt zu haben. So sollen Händlern Nachteile angedroht worden sein, die die Mindestpreise nicht einhalten wollten. Anderen Händlern seien Vorteile versprochen worden, wenn sie die Preise einhielten.

Razzien habe es bei Unternehmen, Händlern und Einkaufsverbänden in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg gegeben. Die Hersteller Malie, Tempur, Fey & Co und Schlaraffia haben die Dursuchungen gegenüber dem Handelsblatt bestätigt.

Durchsuchungen setzen einen Anfangsverdacht der Wettbewerbshüter voraus. Gelingt es ihnen tatsächlich, illegale Absprachen zu belegen, können sie empfindliche Geldbußen gegen die betroffenen Unternehmen verhängen.