"Zippert zappt"

Verschleierte Leopard-Panzer schießen nicht gen Mekka

200 Leopard-Panzer für die Saudis sind eine feine Sache. Ein Beitrag für den Weltfrieden. Und bestens an die Anforderungen der Region angepasst.

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Der Bundessicherheitsrat hat dem Verkauf von 200 Leopard-Panzern an Saudi-Arabien zugestimmt. Es handelt sich um das Modell Leopard 2A7+, das mit drei Millionen Euro erfreulich preiswert ist. Der Leopard hat trotz eines eher kurzen Rohres eine Reichweite von 2500 Metern und ist besonders effektiv gegen Einzelpersonen einsetzbar.

Das hört man gerne, weil bei Kampfhandlungen die Gegner häufig zu anonymen Massen werden. Dieser Panzer respektiert das Individuum und trifft dank ausgeklügelter Wärmebildzielvorrichtungen selbst in schwärzester Nacht ins Schwarze. Die Bundeswehr verfügt aus Kostengründen leider über keinen Panzer dieser Baureihe, sie könnte sich dann aber schon bald ein paar aus Saudi-Arabien leihen.

Der Panzerhersteller Krauss-Maffei betonte, man liefere keine Sonderanfertigungen, die fünf Mal am Tag Richtung Mekka schießen, die Panzer seien allerdings extrem gut getarnt, also verschleiert, das sei aber Standard. Verteidigungsminister de Mazière sagte, man wolle als Beitrag zum Weltfrieden bis 2020 alle hier produzierten Waffen gegen eine angemessene Gebühr außer Landes schaffen.