Preisabsprachen

Spanien straft Kosmetikkartell mit Millionen-Buße

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/IP3_PRESS/MAXPPP

Kosmetik-Riesen wie Henkel und L'Oreal sollen unter dem Decknamen G8 Preise illegal abgesprochen haben. Dafür müssen sie jetzt büßen.

Die spanische Kartellbehörde hat Strafen in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro gegen acht Kosmetikunternehmen verhängt. Nach ihren Angaben formten die nationalen Niederlassungen von Konzernen wie Henkel, L'Oreal und Procter&Gamble bereits 1989 ein Kartell, das sich selbst G8 genannt und zweimal im Jahr zu Preisabsprachen getroffen hat.

Das Preiskartell sei von Henkel Iberica offengelegt worden. Das Unternehmen habe damit ein Gesetz von 2008 genutzt, dass für derartige Informationen Straffreiheit gewährt, hieß es in einer Erklärung der Wettbewerbsbehörde. Der französische Kosmetik-Gigant L'Oreal habe mit 23,2 Millionen Euro die höchste Strafe erhalten. Im Madrider Büro von L'Oreal war niemand telefonisch zu erreichen.